Cynara cardunculus Goethe ´s Artischocken Königin des Gemüse

We (he)Art -i- choke you!!!!!

Was haben Artischocken mit Goethe zu tun? Wir haben es herausgefunden.

Artischocken sind einfach nur köstlich und sehen zudem auch noch richtig cool aus. Ohne großes Pipapo kann man super schnell mit ein, zwei Artischocken eine echt stylische Deko zaubern und sich ihrer auch noch optisch erfreuen.

Aber sie kann auch noch mehr, als nur gut aussehen. Sie schmeckt superduperhyper-gut! Wunderbar leicht bekömmlich und zart als Snack zwischendurch, als Antipasti oder in diversen Gerichten zu empfehlen. Artischocken sind gesund und schon die alten Römer aßen sie gern. Dort galt das Gemüse jedoch als Delikatesse für Reiche. Heutzutage gilt dies aber nicht mehr und ist nun für uns alle da!

Artischocken sind appetitanregend, verdauungsfördernd und es wird ihr eine cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Der enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Der Zucker- und Fettstoffwechsel wird verbessert.

In Südfrankreich, direkt an der Cóte d´Azur, auf mittelgroßen Feldern schon selbst gesichtet und bestaunt, stammt sie ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Über Persien, Nordafrika, weiter bis nach Spanien und sogar bis auf die Kanarischen Inseln hat sie´s geschafft. Die Araber verbreiteten die Artischocke im südlichen Mittelmeergebiet.

Nachdem die Pflanze durch einen italienischen Händler Mitte des 15. Jahrhunderts aus Sizilien importiert worden war, trat sie ihren Siegeszug nach Frankreich und Großbritannien an. Bis zur französischen Revolution war die Artischocke auch hier in den Gärten des französischen Landadels ein Zeichen von Reichtum und vornehmer Lebensart.

Goethe, der große Frauenheld, eroberte die Herzen auch schon mal mit einem Gebinde selbst gezogenen Spargels oder einem Korb frischer Artischocken, quasi versteckte kleine Herzen. (Frau stelle sich mal vor, zum ersten Date ein Gebinde aus frischen Artischocken vom männlichen Gegenüber zu bekommen. Oh yes, ich will!)

Zurück zu Goethe: Selbst kreativ ließ sie ihn werden:

Die Artischocke

Gegen Früchte aller Arten
Saftig-süßen, schmacklich-zarten
aus gepflegtestem Revier
send ich starre Disteln dir
Diese Distel, laß sie gelten
( Ich vermag sie nicht zu schelten
Die, was uns am besten schmeckt
in dem Busen tief versteckt).

So ließ Goethe seine Artischocken in den Glashäusern der Fürstlichen Hofgärtnerei in Belvedere anbauen und bleichen, damit die fleischigen Blattstiele ihre Bitterkeit verlieren. Die Artischocke nannte man seinerzeit die „Königin des Gemüse“, diese ließ er sich aus seiner Heimatstadt Frankfurt am Main schicken, denn das Klima war dort milder und dadurch die Blüten größer.

Mittlerweile sind die heutigen Hauptanbaugebiete Italien, USA, Spanien, Ägypten, Argentinien und Frankreich. Geerntet werden die faustgroßen Blütenköpfe, wenn sie noch geschlossen sind und die äußeren Schuppen leicht abstehen. Verpasst man diesen Zeitpunkt, zeigt sich eine große violette Blüte. Quasi wie unsere gemeine Wald- und Wiesendistel, nur in XXL. Auch in diesem Blütenstand macht sie sich hervorragend in einer Deko, oder wie Goethe sagen würde „Gebinde“. 

Zu kaufen bekommt man sie in gut sortierten Supermärkten, jedoch am meisten macht es Spaß sie auf Märkten zu entdecken und ganz frisch sich dort die schönsten Exemplare rauszusuchen.

Zubereitung: Die Artischockenköpfe können gebraten, gekocht oder frittiert werden. Artischocken werden 20 bis 45 Minuten in Salzwasser mit etwas Zitronensaft gekocht. Die Blätter können dann abgezupft und der untere Teil mit den Zähnen abgezogen werden. Zuvor in eine frisch gemachte Vinaigrette getaucht- ein sommerlicher Traum. Eingelegte Artischockenböden geviertelt und auf eine Pizza verteilt, ebenfalls ein Gaumenschmaus und sehr empfehlenswert.

Lagern kann man sie etwas angefeuchtet einige Tage im Kühlschrank. So bleiben sie frisch und knackig.

Unbedingt ausprobieren!

 

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